Ruth Anne Byrne kam 1975 in Innsbruck zur Welt. Den ersten Sprung ins kalte Wasser machte sie mit 14 Jahren, allerdings mit Anzug und Taucherflasche. Nach dem Schulabschluss studierte sie Ökologie und Meeresbiologie in Wien. Neben dem Studium arbeitete sie an Projekten zum Schutz von Meeresschildkröten und der Kommunikation von karibischen Riffkalmaren. Ihre Diplomarbeit und Dissertation über Verhaltensforschung bei Oktopussen führte abseits von mehreren wissenschaftlichen Publikationen später immerhin auch zu einer Erwähnung in der Rubrik ‚unnützes Wissen‘. 
Später, als sich das Erwachsenwerden nicht mehr länger hinauszögern ließ, unterrichtete sie ‚Verhaltensforschung an Meerestieren‘ an der Bermuda Biological Station und trat eine Assistenzprofessur an der Millersville University, Pennsylvania an. Das Unterrichten war sehr erfüllend, trotzdem kehrte sie mit dem Wunsch nach eigener Familie wieder nach Wien zurück.
Nach einem kurzen und unpassenden Ausflug in die Automobilbranche fand sie ihren Platz in der medizinischen Forschung. Mit einem konfokalen und multiphoton-Lasermikroskop und 4D (3D + Zeit) Imaging-Analysen betreibt sie nun Verhaltensforschung an humanen Zellen.
Der spät-berufene Startschuss zum Schreiben waren die Gute-Nacht-Geschichten, die sie ihrer kleinen Tochter erzählte. Weil halbe Sachen einfach nicht ihrem Wesen entsprechen, verbrachte sie die folgenden fünf Jahre in diversen Seminaren, um das Handwerk des Schreibens zu erlernen. Daraus wurde ein eigenes Hobby, das irgendwann Überhand genommen hat.